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Wohin führt der Weg als intuitive Esserin? 3 Momente voller Genuss und Selbstbestimmung auf dem Teller

Vor ein paar Wochen hat sich mein Leben komplett verändert: Neues Zuhause, neue Arbeit, neue Umgebung. Dabei ist mir etwas aufgefallen: Das Zurückfallen in alte Essmuster, was die letzten Jahre - gerade mit Voranschreiten des Januars und Vergessens der Diätvorsätze - eigentlich immer zuverlässig eingetreten war, fiel dieses Jahr aus. Obwohl ich emotional und körperlich erschöpft war, viele neue Aufgaben vor mir standen und meine Komfortzone nur noch aus der Ferne sichtbar war, habe ich mein Essverhalten nicht verändert.

Drei Momente, in denen mir klar geworden ist, dass ich das intuitive Essen für mich verinnerlicht habe, möchte ich heute mit Dir teilen. Warum? Weil der Weg von tausend Diäten hin zu einem fettfreundlichen, respektvollen und sanften Essverhalten ein sehr langer und steiniger sein kann. Weil am Wegesrand Sorgen über Gewichtszunahme, Kontrollverlust und die Hoffnung auf die lang ersehnte Abnahme lauern. Als ich den Weg vor eineinhalb Jahren begann und mir schwor, nie wieder den Diäten zu verfallen, hatte ich gehofft, dass es sich lohnt, auf diese Reise zu gehen...

  1. Der Umzug

Kleiderschrank ausräumen, Kisten schleppen, Fahrt planen, Koffer packen. Uff! Ich bin definitiv keine Minimalistin. Mein Umzug zu Beginn des Jahres war wahnsinnig anstrengend, denn ich musste neben meinem gesamten Haushalt auch meinen Herzschmerz und die Trauer um das Ende eines Lebensabschnitts verstauen. Ätzend! Als eine liebe Freundin mir als absoluter Umzugsprofi unter die Arme griff, war ich sehr dankbar. Nach dem erfolgreichen Vormittag bestellten wir uns Pizza und ich bemerkte, dass ich Lust auf einige Extratoppings hatte. Ananas, Mozzarella, Mais...Es war eine wilde Kombi und die Rechnung für die selbst erdachte Konstellation natürlich auch deutlich höher!

Und da war er, der magische Moment. Ich wusste, dass mir diese Pizza an diesem Umzugstag gut tun würde! Ich spürte, dass mich jedes Stück körperlich und emotional stärken würde. In diesem Moment war Pizza kein Fastfood, keine Kalorienbombe, kein "da muss ich aber aufpassen, wie viele Stücke ich esse!". Kein "dann trink wenigstens nur Wasser dazu" - nö! Es gab köstliche Pizza, tolle Gespräche und eine genussvolle Pause, nach der ich mich wirklich erholt fühlte.


  1. Das Buffet

Kennst Du den Stress-Moment im Restaurant, Café oder am Buffet, bei dem man versucht seinen Hunger und seinen Appetit mit den angeboten Speisen abzugleichen? Da gibt es ja mehrere Methoden. Ich kenne einige Menschen, die immer etwas bestellen, was sie sich zu Hause nicht selbst kochen würden. Andere gleichen die Gerichte auf der Karte mit dem ab, was sie an dem Tag noch essen "dürfen". Alternativ kann man auch - wie ich bei meiner Umzugspizza - Änderungswünsche erfragen und die Gerichte anpassen.

Trotz der vielen Möglichkeiten scheint es schwer, so richtig angenehm gesättigt und von Textur, Temperatur und Geschmack begeistert vom "Essen außer Haus" zurückzukehren. Mein größter Feind waren hier jahrelang Hotelbuffets. Erstens wollte ich immer so viel essen, dass ich lange gesättigt den Urlaubstag starten kann. Zweitens hatte ich ja für eine gewisse Summe Zugang zu den Lebensmitteln bezahlt und wollte, dass "es sich lohnt"! Drittens aß ich meistens einfach zu viel, sodass ich danach träge und schlapp war und irgendwie gestresst von den Dingen, die ich ausgewählt hatte.

Mein letzter Hotelbesuch überraschte mich daher sehr: Das Frühstücksbuffet lachte mich an und entgegen meiner Gewohnheit schaute ich mir gar nicht alle Gerichte an. Ich sah eine Cornflakessorte, die ich seit Jahren nicht gegessen hatte und holte sie mir. Ich trank dazu meinen Lieblingstee und das war es. Und genauso laufen auch meine Cafébesuche und Restaurantabende ab. Ich bestelle das, was ich gern essen möchte. ich weiß, dass es genug Gelegenheiten gibt, die anderen Mahlzeiten woanders oder beim nächsten Mal zu essen und habe auch kein Stress mit den Portionen, weil ich Reste bei Bedarf einpacken lasse. Es klingt so kinderleicht - und war es jahrelang nicht...


  1. Die Zwiebel und die Nuss

Ich gehöre zu den Menschen, die alles essen können. Keine starken Allergien oder Abneigungen vorhanden!

Erst seit der intuitiven Ernährung habe ich ein Gefühl dafür, dass es Lebensmittel gibt, die mir nicht so gut bekommen. Rote Zwiebel liegt mir einfach schwer im Magen und kaufe ich nicht mehr für mich ein. Walnüsse machen meine Zunge empfindlich. Das Schöne: Ich darf hier auf eine völlig neue Art und Weise Lebensmittel betrachten und einordnen: Es geht gar nicht darum, sie als gesund oder ungesund, als gut oder schlecht einzuteilen - einige passen einfach nicht so gut zu mir und meinem Körper. Ich muss das vor niemanden rechtfertigen und ich kann die Auswahl auch nicht richtig oder falsch machen: Ich höre "einfach" nur auf die Reaktion meines Körpers, die jahrelang schon da war, die ich aber im Lärm der Ernährungshinweise schlicht überhört habe. So habe ich vor einigen Wochen bemerkt, die rote Zwiebel und ich - das ist kein Match, sondern eher eine Garantie für Sodbrennen. Ich esse lieber weiße Zwiebeln und das ist okay so (:


Dich interessiert das Thema intuitive Ernährung? Dann höre doch gern mal in meine Podcastfolge "Intuitive Ernährung" (Folge 34) rein. Mein Weg zur intuitiven Ernährung ging über die Regulation meines Nervensystems - falls Dich dieser Ansatz interessiert, dann schau Dir doch gern mein Coachingangebot an oder schreib' mit eine Mail an littlemindwood@gmail.com

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Danke fürs Lesen des Eintrags und eine

achtsame und gemütliche Zeit für Dich!


 
 
 

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Ich stelle mir einen Ort zum Träumen und Wandern vor, einem kleinen Wäldchen nicht unähnlich, welcher Raum schafft für verborgene Gedanken und Wünsche. Littlemindwood ist der Ort in uns, an dem wir echte Entspannung, Freude, Kreativität und uns selbst erleben.

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